Prüfarbeit zurück bis 2013 wird gelobt – Entlastung für die Verwaltung

Gemeinderat Stegaurach winkt Jahresabschlüsse durch

Gemeinderat Stegaurach winkt Jahresabschlüsse durch

Die Feststellung von Jahresabschlüssen ist im Normalfall ein formaler und jährlich wiederkehrender Beschluss des Gemeinderates. Da in Stegaurach der Kämmerer gewechselt hat und einige Fragen des Rechnungsprüfungsausschusses in der Vergangenheit nicht geklärt werden konnten, mussten in der Gemeinderatssitzung am 11.02.20 die Jahresabschlüsse von 2014 bis 2016 festgestellt werden.

Vorsitzender des Stegauracher Rechnungsprüfungsausschusses Lothar Jendrysik berichtete von den Prüfungsterminen in allen betroffenen Jahren. Ein Schwerpunkt dabei war z.B. die Baubegleitung des Kinderhauses. Alle Fragen wären in den letzten anderthalb Jahren von der Verwaltung zügig beantwortet worden, alle Belege konnten vorgewiesen werden, sodass auch keine Handlungsempfehlungen an die Verwaltung übriggeblieben seien. Jendrysik bedankte sich ausdrücklich bei Kämmerin Heike Wächtler für die Zusammenarbeit: „Endlich ist es nicht mehr ein Kampf gegen Stillstand.“ Liquide Mittel für die Gemeinde seien ausreichend vorhanden.

Rechnungsprüfung in ruhiger Sachlichkeit

Bei der überörtlichen Rechnungsprüfung seien Prüfungsmonierungen bezüglich der Finanzbuchhaltung bereits komplett abgearbeitet, Beanstandungen aus der doppischen Eröffnungsbilanz seien damit auch vollständig bereinigt, berichtete Kämmerin Heike Wächtler. Erster Bürgermeister Thilo Wagner versprach in diesem Zusammenhang, dem kompletten Gemeinderat den überörtlichen Prüfungsbericht vorzulegen und somit für größte Transparenz zu sorgen. Er dankte Lothar Jendrysik für seine Arbeit als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses ebenso wie Zweiter Bürgermeister Bernd Fricke für seine „ruhige Sachlichkeit“.

Die Feststellung der Jahresabschlüsse 2014 bis 2016 sowie die Entlastung für die Jahre 2013 bis 2016 wurden vom Gremium mit je einer Gegenstimme angenommen.

Mit drei Gegenstimmen wurde der Vorhabenbezogene Bebauungsplan „Siebenschläfersberg“ mit integriertem Grünordnungsplan als Satzung beschlossen.

Es lagen keinerlei Einwände aus der Öffentlichkeit vor, auch die Träger öffentlicher Belange hatten nur kleine Anmerkungen, wie z.B. dass auf eine Minimierung der Flächenversiegelung geachtet werden und ein Hinweis auf Schallschutz aufgenommen werden sollte

Im Vorfeld hatte es rund um die Baupläne „Siebenschläfersberg“ Beschwerden gegeben, da der Bauherr viele Bäume gerodet hatte. Das Landratsamt Bamberg hat inzwischen festgestellt, dass auch viele Bäume entwurzelt sind und somit nicht bestehen bleiben werden. Aus Luftbildern sei ersichtlich, dass es sich vor dem Eingriff um einen Wald gehandelt habe und daher eine Wiederaufforstung innerhalb von drei Jahren gewährleistet sein muss.

FFW-Bulli für kulturelle und repräsentative Zwecke

In großer Einstimmigkeit und mit viel Freude an dem historischen „Bulli“ legte der Gemeinderat zudem fest, dass das alte Tragkraftspritzenfahrzeug der Löschgruppe Hartlanden für den symbolischen Wert von einem Euro an den Feuerwehrverein übertragen werden soll. Für Hochzeiten oder Oldtimertreffen sei das schöne, alte Gefährt perfekt geeignet, schwärmte Bürgermeister Thilo Wagner.

Weiterhin informierte Bürgermeister Wagner, dass die Wahlzettel für die Kommunalwahl am 15.03.2020 im Moment beim Drucken seien, der Wahlausschuss habe zuvor alle Vorschläge geprüft und die Wahlbenachrichtigungen seien genau am Tag der Sitzung in den Briefkästen der Bürger gewesen. Zum ersten Mal würden in diesem Jahr die Stimmen elektronisch ausgezählt. Vom Waldkindergarten berichtete der Bürgermeister, dass voraussichtlich zum März der Betrieb aufgenommen werden kann. Die Sanierung der Hartlandener Straße terminierte er in die Osterferien, der Steigerwaldstraße in das erste Halbjahr.