Tag des Offenen Denkmals am Sonntag, 13.09.2020:

Blick ins sanierte Böttinger´sche Landhaus in Stegaurach

Seit August 2018 läuft die Sanierung des Böttinger´schen Landhauses in Stegaurach. Nun glänzt das denkmalgeschützte Schmuckstück neu herausgeputzt auf dem Schloßplatz der Gemeinde. Der Tag des Offenen Denkmals ist zu Zeiten von Corona eine gute Gelegenheit zumindest digital einen Einblick in den sanierten ehemaligen Landsitz von Tobias Böttinger zu geben: Mit Bildern vor und nach der Sanierung sollen alle Bürgerinnen und Bürger einen digitalen Eindruck von dem „Schmuckstück“ neben dem Rathaus bekommen.

Böttinger außen 2020
Das große Ziel des Projektes war, das denkmalgeschützte Schmuckstück zu erhalten und repräsentative Bereiche der Gemeindeverwaltung hierhin zu verlegen. Weitere Vorgabe: Das Gebäude behindertengerecht erschließen.
Das repräsentative Landhaus vor den Toren der Stadt Bamberg stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Es geht auf den Baumeister Johann Dientzenhofer zurück. An der Vorderseite des Hauses führt eine zweiläufige Außentreppe zum Eingang, an der Rückseite des Gebäudes ist ein Garten mit zwei Terrassen angelegt. Aufwändige Stuckarbeiten der Gebrüder Vogel mit barockem Bandelwerkdekor zieren die Decken des Baudenkmals.
Das Gebäude diente zunächst als Landsitz des Bamberger Bürgers Tobias Böttinger, anschließend wurden Teile des Anwesens als Metzgerei genutzt. Das Dachgeschoss wurde nach 1945 umgebaut, um es für Wohnzwecke zu nutzen. Nun wurde das Böttinger´sche Landhaus aufwändig saniert und das Standesamt der Gemeinde Stegaurach hier untergebracht. Am 11.09.2020 findet die erste Trauung in dem edlen Trausaal statt. Die komplette Sanierung war mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt und wurde von diesem fachlich begleitet.
 
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